Reifen-Fazit bzw.-Tipp: Michelin Anakee Wild

Weil es immer mehr Anfragen gibt, wie sich der Michelin Anakee Wild auf den Speichenfelgen der Triumph Tiger 800 XC schlägt, habe ich ausnahmsweise mit meinem Fazit bzw. meiner Bewertung nicht darauf gewartet, bis er wieder runter kommt, weil das womöglich noch den ganzen Winter dauern wird. Nach rund 5.500 Kilometern mit dem Reifen auf wirklich unterschiedlichstem Terrain konnte ich ohnehin genug ErFAHRungswerte sammeln, die den Anakee Wild zu einem meiner Lieblings-Gummis machten: Gut auf der Straße, für einen Reise-Enduroreifen sehr gut abseits davon, und auch die Laufleistung ist wirklich ordentlich. In diesem Punkt könnte es noch eine kleine Korrektur in der "Bewertungstabelle" geben. ich traue ihm aber nach jetzigem Stand noch weitere 1.000 Kilometer zu. Nachzulesen sind meine Eindrücke wie immer in chronologischer Reihenfolge unter > Mein Tiger > Reifen (ganz nach unten scrollen). Für eine ähnliches "Täterprofil" wie das meinige, wenn man also regelmäßig auch auf unbefestigten Wegen fährt, kann ich den Michelin durchaus empfehlen.

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Kommentare: 7
  • #1

    mfrobi (Donnerstag, 23 November 2017 21:37)

    Hi Wolf, Hi @all.
    Nach zwei Reifengenerationen mit dem Heidenau K60 Scout (ich war super zufrieden damit), werde ich mir auch mal den Anakee Wild nächstes Jahr auf meine Tiger 800 XC (eventuell auch auf eine Neue) aufziehen.
    Da ich nur max. 5.000 km schaffe, und mehr on als off road unterwegs sein werde, bin ich schon sehr gespannt, wie er mir zu Gerät stehen wird.
    In diversen Forums wird sehr unterschiedlich über den Reifen geschrieben, von nix gut bis super ist alles dabei.
    Daher, werde ich ihn selber ausprobieren und dann urteilen.
    LsK Manfred

  • #2

    vienna_wolfe (Freitag, 24 November 2017 07:54)

    @ mfrobi:
    Selber ausprobieren ist eine gute Idee, ich kann nicht oft genug drauf hinweisen, dass es sich hier immer um meine subjektiven Eindrücke, gemacht mit der Triumph Tiger 800 XC, handelt – und bei Reifen wirst du bei fünf verschiedenen "Testern" meist auch fünf Meinungen haben. Alle Angaben und "Bewertungen" sind aber mit reinstem Gewissen, nach langen Überlegungen bzw. Vergleichen sowie ohne Markenpräferenz gemacht und daher in meinen Augen doch einigermaßen repräsentativ bzw. "verwertbar". Aber eben persönliche Eindrücke. Wichtig ist, dass man sich drauf wohl fühlt und ein Vertrauen zum Gummi aufbaut. Mit dem Anakee Wild habe ich eigentlich rasch "Freundschaft" geschlossen, weil er mein Anforderungsprofil sehr gut erfüllt und obendrein länger hält als von der Performance vergleichbare "Konkurrenten". Da hat Michelin einen guten Job gemacht. Halbwegs regelmäßig sollte man freilich schon damit auch abseits befestigter Wege fahren, um seine Stärken bzw. Allroundqualitäten zu nutzen.

  • #3

    Wilfried (Freitag, 24 November 2017 12:19)

    Hi Wolf,

    Ich fuhr den Michelin letztes Jahr schon auf meiner Super Tenere, ca. 50/50 Schotter und Asphalt und war sehr zufrieden, vor allem auf
    Asphalt war ich überrascht wie viel “Sport“ er verträgt.Dieses Jahr probierte ich den Conti
    Tkc 70, der konnte mich weder auf Asphalt,
    noch auf Schotter überzeugen und nach 2000 km kam wieder der Michelin drauf. Jetzt ist wieder alles wie ich es mir vorstelle.

    Schöne Grüße aus dem Rehazentrum Villach,

    Wilfried

  • #4

    vienna_wolfe (Samstag, 25 November 2017 11:39)

    @ Wilfried:
    Freut mich, wenn sich deine Erfahrungen mit dem Anakee Wild auf auf der Super Tätarää weitestgehend mit den meinen decken. Wobei ich den TKC 70 auf der Straße eigentlich sehr gut fand, nur eben abseits davon ist er doch recht rasch an seinen Grenzen. Mein Tigerkumpel Pascal schwört übrigens auch im Schotter bzw. leichten Gelände auf den Conti, war damit in Marokko unterwegs - da sieht man wieder, wie unterschiedlich die persönlichen Reifen-Empfindungen sein können. Wünsche dir schon jetzt eine spannende Mopedsaison 2018 und hoffe, dass das mit dem Aufenthalt im Rehazentrum nichts Wildes ist...

  • #5

    Don Manfredo (Sonntag, 26 November 2017 10:25)

    Hello,

    Ich werden den Reifen mal auf der 690er testen, ich war mit dem Heidenau K60 Scout damit in Albanien wo alle anderen den Mitas 09 hatten.
    Alles kein Problem, der Reifen machte alles mit und ich blieb auch nirgendwo hängen.

    Für die Twin hat er mir zuwenig Laufleistung, 19000 Vo mit dem TKC70 und 17000 Km mit dem Heidenau hinten ist einfach der Hammer.

    LG Manfred

  • #6

    Mike Stahl (Donnerstag, 30 November 2017 17:34)

    Hi Wolf,

    Sehr aufschlussreiche Vergleiche, die du mit den Reifen auflistest. Habe einen TKC 70 auf meiner AT und bin onroad super zufrieden, offroad naja...
    Was mir momentan sehr ins Auge sticht, wäre der neue Pirelli STR, den es nun auch in 18 Zoll gibt. Steht der bei dir auch mal an ? Wäre schwer an deinem Urteil interessiert, bevor ich in draufziehe.

    Es grüßt,
    Mike

  • #7

    vienna_wolfe (Donnerstag, 30 November 2017 20:54)

    @ Don Manfredo:
    Gute Idee - ich denke, dass der Anakee Wild besser zur 690er passt, als der Heidenau. Wobei ich ihn an deiner Stelle auch mal auf der AT ausprobieren würde, nur meine Meinung ;-)

    @ Mike:
    Freut mich, wenn dir meine Übersicht gefällt, da sind schon einige Kilometer reingeflossen ;-) Den Pirelli Scorpion Rally STR, den ich ja heuer schon auf der Ducati Scrambler Desert Sled gefahren bin (findest du unter den Motorrad-Testberichten), habe ich natürlich auch am Radar, nur gab es ihn im Frühjahr noch nicht fürs 21-Zoll-Vorderrad. Gut möglich, dass ich ihn 2018 mal aufziehe.

    @ Anderl (Antwort aus Frage aus dem Gästebuch):
    2018 wird der Anakee Wild laut Michelin-Informationen auf alle Fälle für die Africa Twin verfügbar sein, Jens Kuck hat ihn ja erst darauf getestet. Auf dem Foto oben sollten etwa +/- 3.000 Kilometer damit absolviert sein, ich finde dafür sieht er noch ganz gut aus...