Bridgestone • Battlax AT41

Charakteristik bzw. Einsatzgebiet: Mit dem Battlax A41 hat Bridgestone einen sehr guten 90/10-Reifen im Programm, der AX41 lässt die Herzen der Offroad-Freaks höher schlagen – die Lücke dazwischen schließt nun Seit Anfang 2022 der AT41. Wobei der "Adventure Trail" zwar ein gut zu einer Reiseenduro passendes "kerniges" Aussehen bietet, von der Performance aber doch deutlich näher beim A41 als beim AX41 liegt. Das heißt er funktioniert auf der Straße richtig gut, läuft in Anbetracht des Profilierung recht ruhig und lässt auch wirklich ordentliche Schräglagen zu. Kratzende Rasten verhindert höchstens der Kopf, für den Grip des AT41 sind sie kein Problem. Der „Adventure-Look“ hat aber neben der Optik auch einen handfesten Vorteil bei den Fahreigenschaften, nämlich sobald es nass wird. Da sorgt das blockartige, gleichmäßige Profil für einen guten Wasserablauf, in Verbindung mit der modernen Gummimischung mit hohem Silica-Anteil ist das Vertrauen bei Regenfahrten mit dem AT41 rasch hoch. Dies macht den Reifen, den ich als 80/20er (80 Prozent Straße, 20 Prozent unbefestigt) einschätze, in Verbindung mit der von Bridgestone versprochenen hohen Laufleistung (konnte von mir noch nicht überprüft werden) zu einer interessanten Wahl für Viel- bzw. Ganzjahresfahrer, zumal man damit auch auf Schotter- bzw. Feldwegen gut und sicher unterwegs ist – zumindest so lange es nicht matschig wird.

Stärken/Schwächen: Seine Stärken spielt der Bridgestone AT41 eindeutig auf der Straße aus, wo er mit einem hervorragenden Grip aufwartet, bei jedem Wetter gut funktioniert. Mit der starken KTM 1290 Super Adventure S waren beim Rausbeschleunigen aus der Kurve zwar Hinterradrutscher zu provozieren, diese kündigen sich aber gut an und kamen später als bei vielen vom Einsatzgebiet vergleichbaren Gummis. Wer auf Asphalt nicht immer auf der allerletzten Rille daherkommen muss und obendrein gerne immer wieder Mal auf Schotter abbiegt, der findet im Bridgestone eine gute Wahl. Die stabile Karkasse kommt abseits befestigter Wege auch gut mit Unebenheiten bzw. Felskanten zurecht, der Grip im trockenen Schotter ist brauchbar, solange man nicht im Rallytempo unterwegs ist, der Bremsweg überschaubar. Sobald es jedoch feucht wird, ist naturgemäß rasch Schluss mit lustig, auch die Seitenführung ist Offroad nicht das Gelbe vom Ei.

Verfügbare Dimensionen*:

Vorne: 90/90-21, 100/90-19, 110/80R19, 120/70R19

Hinten: 150/70R18, 130/80R17, 140/80R17, 150/70R17, 170/60R17, 180/55R17

Vom Wolf gefahren mit: KTM 1290 Super Adventure S

Wolfs Einschätzung/Empfehlung für: 80 Prozent Asphalt / 20 Prozent unbefestigt

* zum Zeitpunkt des Erstellen des Testberichts, möglicherweise sind weitere Größen erhältlich