Für jeden Anlass der passende Helm

Wer Hirn hat, sollte es auch schützen. Da sind wir uns wohl alle einig, die wir gerne aufs Motorrad steigen. Wie der Helm jedoch auszusehen hat, darüber scheiden sich die Geister. Sicherheitsaspekte sind die eine Sache, funktionelle und nicht zuletzt auch modische die andere – oft ist die Art des Kopfschutzes auch eine "Glaubensfrage". Ich habe mehrere Helm-Konzepte in Verwendung, nicht zuletzt abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck bzw. Motorrad. Und weil sich zuletzt die Anfragen bezüglich der "richtigen" Helm-Wahl  häuften, nachstehend ein kleiner Überblick über die wichtigsten Vertreter, ohne Marken-Präferenz:

• Der Integralhelm bietet den besten Schutz, bewahrt er doch im Falle eines Sturzes praktisch den gesamten Kopf vor direktem Bodenkontakt. Durch das geschlossene System ist die Durchlüftung besonders wichtig, die Auswahl am Markt ist riesig und reicht von super-sportlich und leicht meist in Carbon-Ausführung bis hin komfortabel mit Sonnenblende etc.

• Der Crosshelm zeichnet sich meist durch geringes Gewicht, ein breites Gesichtsfeld und hervorragende Durchlüftung aus, weil man ihn mit Brille trägt. Dazu kommt das Schild, welches die Sonneneinstrahlung gut abschirmt. Auch hier gibt es qualitativ eine breite Auswahl, ich würde darauf achten, dass das Innenfutter zur Pflege leicht herausnehmbar ist.

• Der Adventurehelm ist in den letzten Jahren speziell auf Reiseenduros immer beliebter geworden und verbindet die Vorteile der beiden obigen Kategorien, ist also Integralhelm mit Visier plus Schild, manche bieten auch eine Sonnenblende. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Visier einfach zu entfernen ist, um ihn wahlweise auch mit Brille zu fahren.

• Der Klapphelm bietet den größten Komfort, meine beste Sozia wo gibt schwört etwa drauf, weil sie sich weniger eingeengt fühlt, sich der Kinnschutz hochklappen lässt und man so bei kurzen Fahrpausen den Helm auflassen kann. Auch für Brillenträger ist er eine gute Wahl. Galt er früher als besonders schwer, gibt es mittlerweile auch leichtere Modelle.

• Der Jethelm ist aufgrund des fehlenden Kinnteils punkto Sicherheit das Schlusslicht, an der anderen Hand bietet er dadurch auch eine gute Durchlüftung und ist speziell im Stadtverkehr, bei Roller- und Chopper-Fahrern sehr beliebt. Gibt es mit Visier oder auch Brille. Am freien Kinnbereich kann freilich schon der Kontakt mit einer Mücke weh tun.

Alles in allem gibt es wohl für jeden den passenden Hut, auch in den oben genannten Kategorien noch jede Menge "Unterteilungen" bzw. Features, die einem mehr oder weniger wichtig sind. Ich zum Beispiel achte beim Kauf stets darauf, dass der Helm über einen  Doppel-D-Verschluss verfügt, weil der einfach den besten Sitz garantiert, andere wiederum haben die Verwendung mit Gegensprechanlage ganz oben im Lastenheft stehen – am allerwichtigsten ist es aber, dass der Helm gut sitzt, nirgendwo drück und man sich nicht beengt fühlt, was man freilich oft erst nach einer gewissen Zeit bemerkt, weshalb ein Rückgaberecht keine schlechte Alternative ist. Ein solches plus eine große Auswahl an fast allen gängigen Helmen sämtlicher Kategorien habe ich z.B. bei Helmexpress entdeckt.

Und welcher Helmtyp bist du? Würde mich interessieren, wo eure Präferenzen liegen, ich greife im Helmregal am häufigsten zum Adventure-Helm…

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Kommentare: 3
  • #1

    Max (Freitag, 28 Juni 2019 07:58)

    Integral-, Adventure- und Crosshelm sind verfügbar. Je nach Fahrzeug wird der passende Helm genommen.

    Noch besser als 'nur' ein leicht entfernbares Visier beim Adventurehelm finde ich, wenn die Brille trotz Visier passt.
    Ich nutze ja einen Nexx XD1 und daran eine Brille Quickstrap, sollte es doch unerwartet nötig sein, den Helm zu schließen, kann ich die Brille mit einer Hand wegnehmen und das Visier schließen.

  • #2

    Martin (Sonntag, 30 Juni 2019 09:16)

    Interessanter Artikel, danke für die vielen Tipps!

  • #3

    X_FISH (Sonntag, 30 Juni 2019 10:08)

    An heißen Sommertagen: MX-Helm. So wie gestern abend -> ist einfach angenehm luftig und auf der Landstraße stört auch das Schild nicht. Ganz im Gegenteil: Fährt man am Abend gegen die Sonne einfach das Kinn etwas zur Brust senken und schon blendet die Sonne nicht mehr. ;)

    Auf (Tages)Touren: In der Regel der Klapphelm. Beim Bezahlen an der Tankstelle einfach das Kinnteil hochklappen und freundlich lächeln - ich musste noch nie den Helm absetzen beim Bezahlen. Unterwegs Kinnteil hochklappen und aus der Wasserflasche trinken oder eben »ein wenig Luft in den Helm lassen«.

    Im Alltag: Integral. Liegt jetzt schon länger zurück weil der Klapphelm inzwischen mein »Alltagshelm« geworden ist. Davor aber eben bei Fahrten zum Arbeitsplatz oder eben bei kurzen Besorgungen in der Stadt: Integralhelm. Ein schon etwas mitgenommener (Helmschale mattschwarz-Softlack - kaufe ich nie wieder) da oberflächlich »verschrammelter« Integralhelm erfült gelegentlich noch immer diesen Zweck. Sollte es mal einen neuen Klapphelm geben wird mein alter Klapphelm diesen Job übernehmen. ;)