Schotter vor den Toren Wiens

Streckenlänge: 200 Kilometer

Strecken-Link: MotoPlaner

 

Wien/Hadikgasse - Purkersdorf - Wolfsgraben - Heiligenkreuz - Alland - Neuhaus - Weißenbach a. d. Triesting - Muggendorf - Pernitz - Gutenstein - Haselrast - Höllentalstraße - Tiefental (L4056) - Ochsattel - Kalte Kuchl - Adamstal - Ramsau - Hainfeld - Rohrbach an der Gölsen - Brand-Laaben - Klausen-Leopolsdorf - Pressbaum - Purkersdorf - Wien/Hietzinger Kai. 

 

Eine der mir am häufigsten gestellten Fragen ist die nach legalen Schotterstraßen im Umfeld Wiens. Nun, in Richtung Waldviertel oder auch Neusiedler See/Ungarn/Slowakei findet man einiges an Feldwegen, die nicht mittels Fahrverbotsschildern vom öffentlichen Verkehr ausgeschlossen sind (Details dazu ein andermal), man muss eigenlich nur mit offenen Augen durch die Gegend fahren. Meistens sind diese aber wenig spannend, normale Feld- bzw. Güterwege eben. Zwei Strecken, die mir ans Herz gewachsen sind und die mir eigentlich nie langweilig werden, habe ich jetzt in eine Tour verpackt, deren insgesamt 200 Kilometer ich hier aber nicht näher beschreibe, da sie sich ohnehin in vielen Abschnitten mit den Wienerwaldrunden 1 und 2 decken. Irgenwie muss man ja aber schließlich auch hinkommen, um ein wenig Schotter unter die Stollen zu nehmen…

Folgt man von Weißenbach an der Triesting den Wegweisern in Richtung "Steinwandklamm" gelangt man an einen Parkplatz, bei dem die Straße auf den ersten Blick zu Ende ist (und von dem man zu Fuß zur Klamm kommt). Links davon führt jedoch eine geschotterte Pass-Straße über Jagasitz nach Muggendorf. Das Fahrverbotsschild gilt nur für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, die Schotterstrecke geht durch den Wald und hat einige Kehren und auch moderate Steigungen zu bieten, bis man schließlich beim Gasthof Jagasitz, einem idealen Ausgangspunkt für Wanderungen zur Steinwandklamm oder auch den nahen Myra-Fällen, auf die Straße nach Muggendorf und in weiterer Folge dann nach Pernitz gelangt.

 

Die zweite, knapp 7 Kilometer lange Schotterstrecke ist sogar eine Landesstraße (L4056) und zweigt zwischen Rohr und Schwarzau im Gebirge rechts von der Höllentalstraße ab, von wo sie bis auf den Ochsattel hinauf führt. Der nur zum Ende hin kurvenreiche Abschnitt ist übrigens auch eine Sonderprüfung bei der Schneebergrallye, die auch noch ein paar andere Offroad-Schätze zu bieten hat. Sie lässt sich ideal in eine kleine Runde von der Kalten Kuchl aus einbauen, wo z.B. Kollegen, denen der Schotter unter den Rädern weniger behagt, einen Topfenstrudel lang warten, bis man wieder zurück ist. Je nachdem, ob man den unbefestigten Weg lieber bergab oder bergauf fährt, geht es entweder über den Ochssattel oder eben die Höllentalstraße durchs Tiefental. Bei der erstgenannten Variante fährt man über den Ochsattel bis man kurz nach dem Scheitel (vis-a-vis vom rechts im Wald liegenden Gasthaus Ochsattel), links in die Straße runter ins Tiefental abbiegt – ansonsten eben umgekehrt.

• Strecken-Link: MotoPlaner

 

Anmerkung: Beide erwähnten Schotterstrecken sind frei befahrbar - damit dies auch in Zukunft so bleibt, sollte man sie nicht mit abgesperrten Motocross-Pisten verwechseln und immer mit der nötigen Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer oder Wanderer unterwegs sein.

Auf der L4056 durchs Tiefental
Auf der L4056 durchs Tiefental
Auf der Strecke Richtung Jagahof
Auf der Strecke Richtung Jagahof